Hacamat / Schröpfen

Ein uraltes Heilwissen der Menschheit

Was ist Hacamat / Schröpfen

Schröpfen ist eine Reiztherapie und gehört zu den Ausleitverfahren. Mit dem Ziel Blockaden aufzulösen, um auf diesem Weg den Energiefluss des Körpers anzuregen. Das Schröpfen kann im ganzen Körper erfolgen wie Kopf, Arme, Beine aber hauptsächlich am Rücken da hier die Reflexzonen liegen, die mit einzelnen Organen im Körper in Verbindung stehen. Geschröpft werden Verhärtungen der Haut, Erhebungen, Eindellungen oder Lokal am Schmerzpunkt. Sie lassen auf eine Fehlfunktion der mit dieser Stelle verbundenen Organe schließen. Durch das gezielte Schröpfen dieser Hautzonen werden die entsprechenden Organe unmittelbar beeinflusst und aktiviert.

Es gibt drei verschiedene Schröpf-Methoden:

  • Das trockene Schröpfen
  • Die Schröpfmassage
  • Das blutige Schröpfen

Der Ablauf des blutigen Schröpfens

Zuerst wird die Haut desinfiziert, anschließend werden mit einem sterilen Skalpell oder mit einer Blutlanzette bestimmte Haut- Reflexzonen nur 0,5 mm angeritzt. Nach dem anritzen werden die sterilen Schröpfköpfe auf das „eröffnete“ Areal aufgebracht. Durch den Unterdruck wird das Blut aus dem eröffneten Areale in das Schröpfglas gezogen und aufgefangen. Nach ca. 15 Minuten werden die Schröpfköpfe samt Inhalt entfernt und die Schnittstellen mit Johanniskraut Öl versorgt.

Wirkmechanismen dieser Behandlungsmethode

Die Saugwirkung der Schröpfköpfe führt zu einer intensiven Mehrdurchblutung die wiederum eine Fernwirkung auf gezielte innere Organe haben. Die Durchblutungssteigerung „entstaut“ das darunter liegende Gewebe und wirkt anregend auf alle benachbarten Organe und auf das Immun-, Hormon-, Stoffwechselsystem. Die intensive Saugwirkung zieht Gift- und Schadstoffe unter die Hautoberfläche, wo die Schlackenstoffe via Lymphgefäße entsorgt werden. So entsteht ein Entgiftungs- effekt und die Selbstheilungskräfte des Körpers werden angeregt und aktiviert.

Die Einsatzbereiche sind vielfältig, dazu gehören

  • Schmerzen im HWS-, BWS-, LWS Bereich
  • Störungen im Kopfbereich wie Migräne, Kopfschmerzen oder Tinntus
  • Schulter-Arm-Knie Schmerzen, Karpaltunnelsyndrom, Tennisarm
  • Bluthochdruck, funktionelle Herzerkrankungen
  • Bei hormoneller Dysbalance, Wechseljahrbeschwerden sowohl bei Mann und Frau
  • Unregelmäßige Menstruation, Periodenschmerzen
  • Vegetative Schwankungen, Psychische Störungen, Depressionen
  • Verdauungs – Darmprobleme wie z. B. Verstopfung sowie Probleme im Bereich der inneren Organe, Bauchspeicheldrüsen-, Leber,- oder Gallenblasenschwäche
  • Störungen und Erkrankungen der Blase wie Blasenschwäche, Eierstöcke, Prostata oder des kleinen Beckens
  • Bei Entzündlichen Prozessen im Körper und noch vieles mehr…

Kontraindikationen

Wie bei allen Behandlungsformen existieren auch für das Schröpfen einige Kontraindikationen. Geschröpft werden sollte nicht auf Muttermalen, Krampfadern, im Bereich von Venenentzündungen, auf Verletzungen, Hautausschlägen, Warzen, Sonnenbrand und bei akuten Entzündungen. Schröpfen ist nicht zur Selbstbehandlung gedacht, sondern gehört in die Hände eines Arztes oder Heilpraktikers.

Paracelsus sagte:

"Wo die Natur einen Schmerz erzeugt, dort will sie schädliche Stoffe anhäufen und ausleeren. Wo sie dieses selbst nicht kann, dort mache ich ein Loch in die Haut und lasse die schädlichen Stoffe heraus"

AUSLEITUNGSMETHODEN WIE BLUTIG SCHRÖPFEN, BLUTEGEL, BRAUNSCHEID etc... IST AUSSCHLIEßLICH ÄRZTEN UND HEILPRAKTIKERN VORBEHALTEN!!DURCH ANDERE IST ES VERBOTEN UND STRAFBAR!